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Offener Brief an die Triathlon Vereine und Mitglieder des BTV

Geschrieben von Administrator am .

 

Sehr geehrte Vereinsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder des Bayerischen Triathlon Verbandes,
 
der 8. Dezember 2012 wird als ein entscheidendes Datum in die Geschichte unseres Verbands eingehen. Dann findet der außerordentliche Verbandstag, als Weiterführung des unterbrochenen Verbandstags vom 13.10.2012, statt.
Die wichtigste Entscheidung wird als Tagesordnungspunkt 7 abgehandelt. Hier gilt es darüber abzustimmen, ob der BTV eigenständig bleibt oder ob man den Weg zurück in den Dachverband, die DTU, anstrebt.
Hier gab es zunächst das Lager um den amtierenden Präsidenten Peter Pfaff, der für die Eigenständigkeit des BTV steht, um selbstständig eine Abgabenordnung und Satzung zu bestimmen. Seine in diesem Sinne getragene Politik trug zu der Zuspitzung des letzten Jahres mit der DTU und den anderen Landesverbänden, wie immer man das auch werten mag.
Die anderen Meinungsträger sind zum größten Teil die Bezirksvorsitzenden, die eine Rückkehr in die DTU befürworten. Zu dieser Rückkehr in die DTU sei gesagt, dass wir dies nicht, wie oft behauptet, mit gesenktem Haupt und unter stillschweigender Akzeptanz aller Vorgaben des Dachverbandes tun wollen. Wir wollen selbstbewusst mit der DTU in Verhandlung treten und zukünftig wieder am Gebührenmodell, der Satzung usw. mitwirken. Ein Ansatz, der vielleicht personell in der Vergangenheit nicht weit genug umgesetzt wurde.
Damit ist aber auch schon der wichtigste Punkt genannt: Um mitwirken zu können, müssen wir ein Teil des Dachverbandes sein. Ohne Zugehörigkeit haben wir auch kein Mitspracherecht.
Des Weiteren ist jetzt noch nicht auszudenken welche strukturellen Schäden eine so genannte Selbständigkeit für Bayern zu bedeuteten hat. Die Normalität für die Athleten, der geregelte Triathlonbetrieb, wird so auf Jahre dahin sein. Die Leistungsspitze wird abwandern und sich anderen, der DTU zugehörigen, Verbänden anschließen. Denn die Athleten der Leistungsspitze wollen an nationalen Meisterschaften teilnehmen, was sie ohne Zugehörigkeit zum Dachverband nicht können. Der Bundesligabetrieb kann aus Bayern heraus nicht mehr stattfinden, denn dazu ist die Zugehörigkeit zur DTU notwendig. Sponsoren werden aus den Vereinen zurücktreten, denn die Aufmerksamkeit wird ohne die Identifikation mit unseren bundesweiten Spitzensportlern nicht mehr da sein. Einige Vereine, bzw. Triathlonsparten werden schließen.
Sollte dann, nach einer nachhaltigen Pause ein Wiederaufnahmeantrag gestellt werden, wird dies aus einer sehr schwachen und nicht wie noch zur Zeit, einer starken und wirklich selbstbewussten Position aus geschehen. Ein neu gegründeter Verband in Bayern könnte in der Zwischenzeit den Platz des BTV in der DTU eingenommen haben.
Auch die bayer. Veranstalter werden größte Schwierigkeiten haben und möglicherweise einen großen Schaden erleiden, denn sie werden nominell nur noch auf Athleten mit bayerischen Startpässen oder mit Tageslizenzen zugreifen können. Zudem könnten die Athleten aus anderen Landesverbänden mit DTU Startpass, bei der Teilnahme an einem Bayer. Wettkampf, mit bis zu 9 Monaten gesperrt werden. Die ganzen Berechnungsgrundlagen, also auch die der Veranstalter, die sich über die letzten Jahre hinweg ergeben haben, sind von einen auf den anderen Moment obsolet.
Schlussendlich ist ein eigenständiger Verband, wenn die bayer. Athleten nicht abwandern oder sich einigen, auch teurer als der Verbleib im Dachverband. Es würde einen eigenen bayerischen Startpass geben und zusätzlich noch die Tageslizenzen für die Starts außerhalb Bayerns oder gar der Erwerb eines weiteren, eigentlich unnötigen Startpasses durch Zugehörigkeit eines Zweitvereins eines anderen Landesverbandes. Bayern als immerhin größtes deutsches Bundesland grenzt eben nicht nur an Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich, sondern eher und direkter an Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen.
Dies alles sind Folgen, die wir so nicht verantworten können und wollen. Um den Weg selbstbewusst innerhalb der DTU zu gehen und eine Alternative zur Wahl am Verbandstag stellen zu können, steht nun ein motiviertes und sich den Auswirkungen bewusstes Team bereit, um den Bayerischen Triathlon Verband zu führen und unter besten Voraussetzungen wieder zurück in die DTU zu bringen. Kontakte und Verhandlungen dieses Teams mit der Geschäftsführung, dem Präsidium und den Landesverbänden der DTU wurden im Vorfeld vorbereitet und getätigt, um bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen und Ihnen allen am 8.Dezember Details präsentieren zu können und einen raschen und guten Wiedereinstieg in den Bundesverband in Aussicht zu stellen.
Aus diesem Team steht Tobias Heinze aus Bamberg (Oberfranken) als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung. Als Stellvertreter an seiner Seite würde Uwe Kirst aus Weilheim den Platz als Vizepräsident zur Verfügung stehen. Die weitere Wahl des Präsidiums für einen Kurswechsel hängt zum Einen von der Bereitschaft des bisherigen Präsidiums zur Weiterarbeit ab und zum Anderen natürlich auch von weiteren möglichen, gern gesehenen und sicher guten Kandidaten direkt aus dem Verbandstag.
Unabhängig von unserem Team haben einige bisherige Präsidiumsmitglieder signalisiert, ggf. weiterzuarbeiten. Von unserem Team würden Christian Wierer (1. Vors. Unterfranken), Gerd Rucker (1. Vors. Oberpfalz), und weitere Personen bereitstehen um ggf. Aufgaben im Präsidium zu übernehmen.
Jetzt werden uns von der DTU noch Brücken geschlagen, um uns die Rückkehr zu vereinfachen. So können wir in Verhandlung treten um die Gebührenabgaben der letzten Jahre etc. zu verhandeln. Haben wir erst mal ein Votum gegen den Wiedereintritt, wird es in Zukunft noch schwer werden, wieder zurückzukehren. Die Leidtragenden sind dann noch mehr die Athleten, die jetzt schon merken, wie schmerzlich das ist, bundesweit nicht anerkannt zu sein. Verbandspolitik darf nicht auf dem Rücken der Athleten ausgetragen werden. Verbandspolitik ist nur dann gut, wenn der Athlet einen funktionierenden Wettkampfbetrieb vorfindet und im Idealfall kaum merkt, wie viel Politik dahinter tatsächlich steckt.
 
Mit diesen Worten möchte ich den Brief beenden und Sie alle einladen am Verbandstag am 08.12.2012 in Emsing Ihr Stimmrecht unter dem Tagesordnungspunkt Top 7 wahrzunehmen:
Es wird beantragt, dass der BTV den Ausschluss aus der DTU akzeptiert und als eigenständiger Verband den Triathlonsport in Bayern und für die bayerischen Sportler organisieren wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass damit auch die Gebühren ab 2013 durch den a.o. VT genehmigt werden.
Aussprache zu diesem Antrag und Informationsaustausch mit Vertretern des Präsidiums der DTU.
Abstimmung über diesen Antrag.
Um den Weg, des Bayerischen Triathlon Verbandes wieder in die DTU zurückzuführen muss bei diesem Antrag mit NEIN gestimmt werden!
Danach beginnt die Neuwahl des Präsidiums
Mit sportlichen Grüßen
Tobias Heinze mit Unterstützung der Bezirksvorstände des Bayerischen Triathlon Verbands